Bericht Titel: Zwei Wochen Schottland; Eine Rundreise
ID: SCHO-14T-OKT-2012-10-02-2013
Name / Pseudonym: Kornelia Faber

Angaben Handicap
Grad der Behinderung (GdB): 
Klassen (G,B,aG,H,BL,GL,RF): B
Rollstuhlabhängigkeit:  nein,
Art der Behinderung: Blind
nähere Beschreibung:

Angaben Ausflug - Reise - Urlaub
Land: Schottland
Bundesland, Kanton, Bezirk:
Stadt/Ort: Rundreise
PLZ, ZIP:
Name Unterkunft: Rundreise mit verschiedenen Hotels

Veranstalter: Schottland für alle (Andreas Schneider / Babriele Tiedtke)
Ort: Pinelea, West-Drumliah;,Schottland
Strasse: Bonar Bridge, TV24 3AA,

Telefon: (+44) 1863 766 010
e-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

i-net: www.schottland-fuer-alle.com

Datum der Reise
von: Oktober 2012, zwei Wochen
bis: 

Bericht Text:

Die Highlands und ein Stückchen weiter

Wie im letzten Jahr habe ich erneut eine Individualreise über Schottland-fuer-alle unternommen. Dieses Mal ging es an die Westküste nach Badachro, auf die Orkney-Inseln und nach Tain in den Highlands. Wieder wurde ich von einer Reiseassistenz begleitet.

Am 6. Oktober ging es los um 13.30 Uhr via Amsterdam nach Aberdeen. Dort wurde ich von meiner Reiseassistenz empfangen und wir fuhren zum Holiday Inn City Express, wo wir die Nacht verbrachten. Am darauffolgenden Tag schauten wir uns dann Aberdeen an, bevor wir nachmittags um 16.45 Uhr mit der Fähre nach Kirkwall, der Hauptstadt der Orkneys übersetzten. Die Fahrt von Aberdeen bis Kirkwall dauerte 6 Stunden und war zeitweilig ziemlich unruhig gewesen. Ich habe dabei das Gleichgewicht verloren und mich heftig auf meinen Allerwertesten gesetzt. Um 22.45 Uhr Ortszeit erreichten wir den Hafen von Kirkwall. Von dort hatten wir noch ein kleines Stück zum „Orkney-Hotel“ zu fahren, wo wir die nächsten 5 Nächte verbrachten. Kirkwall ist schon wie erwähnt die Hauptstadt der Orkneys und hat 7000 Einwohner. Hier spielt sich auch das meiste Leben ab.

Am 8. Oktober dann erkundeten wir Kirkwall. Die Stadt selber hat man sehr schnell kennen gelernt, da sie nicht sehr groß ist. Er staunt waren wir noch über die Blumenpracht, die trotz des Monats Oktober noch vorhanden war. Auch das Wetter war mit uns bis auf einige Schauer gnädig. Die Temperaturen waren sehr mild, wenn es auch natürlich sehr windig war, was ja auf den Inseln normal ist. Sogar einen Lidl-Supermarkt haben wir dort entdeckt. Das Essen im Hotel war auch mehr als reichlich. Ich hatte zwar nur mit Frühstück gebucht, aber es gab dort ein Restaurant, wo man abends essen konnte. Dort kamen auch Leute von draußen, denn einen Pub gab es weit und breit nicht.

Am 9. Oktober fuhren wir dann nach Stromness, der zweitgrößten Stadt mit 2000 Einwohnern. Da war aber relativ „tote Hose“ gewesen. Ich habe während meines Aufenthaltes dort auch erfahren, dass die Leute verbilligte Flüge aufs Festland bekommen, da viele, insbesondere junge Leute abwandern. Es gibt dort kaum eine berufliche Perspektive. Dasselbe gilt auch für die Shetland-Inseln.

Am 10. Oktober fuhren wir dann zum „Ring of Brodgar“. Dabei handelt es sich um einen Steinring, der von den Kelten, Pikten und auch den Wikingern zur Feststellung der Tageszeit, also Sonnenstand etc. genutzt wurde. Die Orkney-Inseln gehörten auch früher mal zu Norwegen. Mehr über die Geschichte der Orkneys kann man auch unter www.wikipedia.de nachlesen. Der Ring selbst war abgesperrt und man konnte ihn nur fotografieren, aber die 4 Steine, die extra standen, konnte ich betasten. Zwei waren schmaler und zwei waren breiter gewesen. Zwei waren sehr glatt, die anderen beiden waren sehr kantig. Es gab dazu auch Informationstafeln, allerdings nur in Schwarzschrift, wo einiges dazu geschrieben stand. Nach Scarpa Flow sind wir nicht gefahren. Dort wurden früher in den Weltkriegen deutsche U-Boote versenkt. Es hätte dort aber für Blinde nichts zum Anfassen gegeben, was mir auch später bestätigt wurde.
Auch haben wir wieder eine Whisky-Brennerei besucht, und zwar die Highland Park Destillery. Whisky habe ich mir natürlich auch mitgenommen. Der Whisky von den
Inseln schmeckt etwas rauchig, was damit zusammenhängt, dass die Fässer entsprechend präpariert werden.

Am 11. Oktober haben wir dann einen Spaziergang zum Hafen von Kirkwall gemacht, wo wir am Sonntag zuvor angekommen sind. Auch habe ich mir in einem Seifengeschäft dort Naturschwämme gekauft.

Am 12. Oktober ging es dann zurück aufs Festland, und zwar von Stromness nach Scrabster. Diese Überfahrt dauerte nur 1 ½ Stunden. Die Hinfahrt von Aberdeen nach Kirkwall erfolgte mit der MS Mhrossey, die Rückfahrt mit der MS Hamnavoe.
In Scrabster angekommen, fuhren wir erst mal nach Durness zu Cocoa Mountain, wo ich in Sachen Trüffel erst mal richtig zugeschlagen habe. Es mussten ja schließlich Kalorien nach Germany importiert werden. Dann ging es weiter über Ullapool nach Badachro zur Shieldaig Lodge, wo wir die nächsten drei Nächte verbrachten. Leider war es an dem Tag sehr regnerisch und es gab auch noch sehr viele „single track roads“ (1-spurige Straßen), sodass das Fahren für meine Reiseassistenz sehr anstrengend war. Hinzu kam noch, dass wir die Lodge erst verfehlt hatten, sie aber letztendlich doch gefunden haben. Alles in allem waren wir abends um 20.00 Uhr am Ziel und waren ziemlich erschöpft.

Am 13. Oktober fuhren wir dann zu einem schönen botanischen Garten. Allerdings suchten wir erst mal verzweifelt eine Tankstelle, da es dort nur sehr wenige gab. Es war fast wie in der Prärie gewesen. Trotzdem waren die Leute in der Lodge sehr nett und zuvorkommend, was man auch von den anderen Hotels, in denen wir wohnten, sagen kann.

Am 14. Oktober sind wir dann in der Umgebung spazieren gegangen, bevor es dann am 15.10. nach Tain weiterging.
In tain sind wir dann im „Royal Hotel“ abgestiegen, wo wir mittags ankamen. Hier verbrachten wir 4 Nächte. Am gleichen Tage schauten wir uns noch das kleine Städchen Tain an. Auch hier wie auch in der Shieldaig Lodge gab es ein Restaurant, wo man essen konnte.

Am 16. Oktober sind wir dann morgens durch die Stadt gebummelt, wo ich dann auch noch mal Geld getauscht habe. Nachmittags haben wir dann Gabi Tiedtke und Andreasr Schneider in Bona Bridge und Ihren Charlie besucht, die Organisatoren von Schottland für alle. Wir verlebten einen schönen Nachmittag.

Am 17. Oktober ging es dann erst nach Inverness, wo ich erst mal meinem Kaufrausch genüge getan habe. Nachmittags fuhren wir dann nach Nairn, wo ich die Leute vom Lovat Lodge Hotel besucht habe, wo ich letztes Jahr meine Zeit verbracht habe. Sie hatten sich auch riesig darüber gefreut.

Am 18. Oktober ging es dann nach Dornoch, wo wir die Kathedrale besichtigten, in der die Popsängerin Madonna und Guy Richie geheiratet haben. Nachmittags habe ich dann im Hotel eine Aromatherapie-Massage genossen.

Am 19. Oktober ging es dann zurück nach Aberdeen, wo wir wieder im gleichen Hotel übernachteten. Dann hieß es wieder packen, bevor es dann am 20. Oktober nach Rückgabe des Mietwagens wieder nach Germany ging.
Bedanken möchte ich mich wieder bei Gabi Tiedtke und Andreas Schneider, die wieder alles perfekt organisiert haben und bei meiner Reiseassistenz, die alles super gemeistert hat. Auch muss ich danke sagen an eine junge Frau aus Irland, die uns in Aberdeen half, das Hotel zu finden.

Auch im nächsten Jahr wird wieder viel angeboten. Schaut einfach mal auf www.schottland-fuer-alle.com. Dort findet ihr auch die Kontaktdaten der Organisatoren, an die ihr euch für weitere Fragen wenden könnt. Sie sind gerne behilflich.
Ich weiß nur für mich: Schottland ruft mich Schon wieder!

Liebe Grüße
Kornelia Faber, die sich schon fast selbst als Schottin fühlt!